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Vampirlady
Schwarz ist die Nacht
Die ein Augenpaar gebiert
Der Mond groß läßt das Silber
Deines Blickes erstrahlen
Hell ist Dein Haar, fast weiß
das leicht über Deine Schultern fällt
Deine Hüften fangen die Blicke
wie das Licht die Fliegen
Dein Gang ist der einer Schlange
die ihre Opfer schon längst bezwungen weiß

Deine Maske ist die eines Kindes
kleine Vampirlady
Dein Biss ist tödlich
die Jagd beginnt
die Nacht wird rot
Dein Hauch ist der Kuss der Göttin
Leicht schwebt Deine Hand
über den Rücken des Verlorenen
Deine Zunge fühlt die Angst der Haut
Deine Brüste tanzen den Tanz des Todes
Das Gift deiner Seele macht süchtig
Der Alptraum wird zum Paradies
Der Biss wird ersehnt wie das ewige Leben
Keine Liebe - Kein Leid - Keine Sünde
Die Vision der Ewigkeit

Deine Maske ist die Ewigkeit
kleine Vampirlady
Dein Biss nimmt die Kraft
Das LIcht zerfließt
Deine Zähne zerfleischen die Hülle
Das Blut verläßt den Körper des gequälten Geistes
Die Kraft zerfällt im Rausch der Ewigkeit
Zwischen Leben und Tod schließt sich der Kerker
Gedanken beginnen sich zu zersetzten
Dein wahres Gesicht beginnt sich zu entfalten
Zu spät - Zu spät - Viel zu spät

Kalt wird alles, gefrorene Splitter
schleudern den Geist aus Dir
Jetzt ist die Zeit, kleine Vampirlady
für ein neues Opfer
Denn Du brauchst neues Blut
Denn Blut ist Dein Leben
Blut ist Dein Trieb
Der Biss ist Dein Verkehr
Der Biss ist Dein Akt

 

Fragen
Siehst Du den Mond am Himmel steh�n?

Kannst Du die Sterne funkeln seh�n?
Umgibt Dich die Dunkelheit der Nacht?
Dann wisse � SIE sind nun erwacht!

Siehst Du im Schatten die Gestalt?
Wirkt sie so jung und doch so alt?
Siehst Du ihr bleiches Antlitz dort?
Dann spute Dich und lauf schnell fort!

Hörst hinter Dir die Schritte Du?
Läßt Deine Furcht Dir keine Ruh?
Schlägt bis zum Halse das Herz Dir?
Dann folgt Dir sicher ein Vampir!

Hast Du im Nebel Dich verirrt?
Schaust Du Dich um, völlig verwirrt?

Siehst Du die Gestalt dort steh�n?
Dann ist es bald um Dich gescheh�n!

Spürst Du das Zittern in den Beinen?
Möchtest am liebsten Du jetzt weinen?
Fühlst Du Dich einsam und gefangen?
Dann hilft Dir auch nicht mehr Dein Bangen!

Kommt jetzt der Schatten näher schnell?
Siehst Du in Augen, leuchtend hell?
Umfassen Dich zwei starke Hände?
Dann ist Dein Leben nun zu Ende!

Fühlst am Hals Du kalten Schmerz?
Schlägt immer schwächer Dir Dein Herz?
Spürst Du das Saugen voller Gier?
Dann trinkt Dein Leben der Vampir!

Schwindet Dein Geist ins Nirgendwo?
Fühlst Du Dich frei, glücklich und froh?
Reicht Dir ein Cherubim die Hand?
Dann Deine Seele Frieden fand!

>Doch schmeckst Du nun das süße Blut?
Füllt es Dich aus mit seiner Glut?
Wendet der Engel sich von Dir ab?
Dann bleibt Dir nunmehr das dunkle Grab!

Liegst tot Du nun in Deiner Gruft?
Spürst Du den Mond, wie er Dich ruft?

Hörst Du den Ruf der Ew�gen Nacht?
Dann wisse - D U bist nun erwacht!

 

Blut

 

Die Jagd nach dem Blut
Das Tageslicht flieht und macht Platz für die Nacht.
Die Friedfertigkeit geht zur Ruh?.
Das ist die Zeit, da der Alptraum erwacht.
Paß auf, denn die Beute bist Du!

Eine Nacht in der Stadt steckt voller Gefahr.
Du weißt das, Du lebst ja in ihr.
Doch etwas ist anders, das spürst Du ganz klar.
Heut? nacht gilt die Unruhe Dir!

Du weißt nicht, wieso Dein Herz schneller jetzt schlägt,
wovor es zu fliehen beginnt.
Du ahnst nur den Tod, den die Nacht in sich trägt;
den Haß, der die Macht übernimmt.

Ein Lachen so kalt, wie noch nie Du?s gehört,
verfolgt Dich und holt Dich dann ein.
Die Kälte in ihm jede Hoffnung zerstört,
es möge ein Trugbild nur sein.

Die Frau, die Dich findet, ist schön wie Kristall,
der Klang ihrer Stimme wie Stahl.
Ihr Handeln ist grausam, ihr Dasein Verfall,
das Jagen nach Blut ihre Qual.

 

Mein Tod
In bekannter dunkler Nacht
ergreift die Dunkelheit meine Hand.
Geleitet mich aus jener Zeit
der Zeit der stummen Schreie

Vorbei am Meer meiner Tränen
Vorbei am schwachen Feuer meines gebrochenen Herzens
Zum Altar der Wahrheit
Dort liegt der Tod.
Mein Tod.

Die Wiedergeburt mir die Hand reichend
Dem Leben vergeben
Und neu beginnen
Im warmen Mantel der Nacht

So wandle ich auf dunklen Pfaden
hinfort zu fremder Sternennacht
Bis der Morgen erwacht
Und die Nacht heimkehrt.

 

Todesstreich
O du, die wie der Todesstreich
Tief in mein stöhnend Herz gedrungen;
O du, die einem Dämon gleich,
Von wildem Übermut bezwungen,

Gekommen ist, in meinem Sinn
Zu herrschen und sich einzubetten;
- Du Schmach, der ich verhaftet bin,
So wie der Sträfling seinen Ketten

So wie der Spieler seiner Sucht,
So wie der Trinker seinem Glase,
So wie die Made ihrem Aase,
- Verflucht bist du, du bist verflucht!

Den raschen Dolch hab ich beschworen,
Daß er die Freiheit mir erzwingt,
Das Gift hab ich umsonst erkoren,
Daß es dem Feigling Hilfe bringt.

Ach! Gift und Dolch mich nur verlachen,
Verächtlich sprechen alle zwei:
Du bist nicht wert, dich freizumachen
Von so verwünschter Sklaverei,

Du Tor! - wenn dich von diesen Schrecken
Einst auch erlöste unsre Kraft,
So würde deine Leidenschaft
Noch deines Vampirs Leiche wecken!

 

Jagdzeit
Wenn der Mond in seiner ganzen Fülle
am Himmel steht, erwacht es,
mein wahres Ich, denn dann ist
Jagdzeit.

Ich spüre, wie ich mich verändere,
wie sich meine Sinne schärfen,
ich höre dich, rieche dich,
lange bevor ich dich sehe.

Hier, versteckt im Schatten,
warte ich auf dich, dein Herzschlag
ist mir schon so nah, und diesmal
gibt es kein Entkommen.

Ich spüre deine Angst,
noch ist die Dunkelheit dir nicht vertraut, und du eilst
von Laterne zu Laterne,
direkt auf mich zu.

Nur noch ein paar Meter,
dann gehörst du mir, ein Sprung,
ein Biss, und ich bin nicht mehr allein.

Und ich weiß, wenn der Mond
in seiner ganzen Fülle am Himmel steht,
das nächste Mal, werden wir gemeinsam jagen für immer und ewig...

 

Engel des Todes
Nie zuvor so etwas erblicken zu koennen,
die Augen geschlossen, nicht erkannt.
Augen wurden geoeffnet und nun wird es gesehen,
das Schoenste, was es gibt,
dieses Gefuehl ist wundervoll,
nicht mehr gefangen von dem vorrigen.
Pechschwarze Augen, das schwarze Kleid,
welches sich in die Luefte erhebt,
nie zuvor so etwas atemberaubendes gesehen.



Dieser dunkle Engel,
oh welche Kraft er ausuebt,
welche verzaubert, die einen fesselt.
Dein schwarzes Kleid beeindruckt ein jeden,
der dich erkennt.
Die Geige die du spielen laesst ist ein klang von Unbefangenheit,
deine liebe zu dir selbst...
Unglaeubige goennend der missgunst.
Nie werden sie dich erkennen.



Grabstaetten suchst du heim, dort bist du zuhause.
Lass mich in dein Reich, zu dir kommen, mit jeder folge.
Verfuehre mich deiner und lass mich spueren,
wer ich bin, was ich bin.
Zeig mir deinen Weg, den du gegangen,
welchen ich gehen muss.
Schoenheit will ich erlangen im Glanz deiner,
dein will ich sein.
Du bist so nah.



Bitte verzeih das Verletze in dir,
denn unwissend hat angst,
Enttaeuschungen, Verzweiflung, tiefen Schmerz.
Wenn du nun fliegst mit deiner Schoenheit,
dann verzauber auch mich.
Nimm mich mit, denn ich gehoere nur dir.
Heilig werde ich dich halten und zu dir stehen,
unglaeubige wissen lassen,das es dich gibt...
Du Engel des Todes

By : Pia.S.

un weitergehtz

 

Ich seh dich, ich seh dich nicht
Ich seh was du warst, ich seh was du bist
Ich seh dich da liegen, ganz ohne Gefühl
Ich seh dich nicht bewegen als wär’s dir zuviel
Ich sah dich weinen, ich hört dich schreien
Ich sah dich so oft, so oft ganz allein
Ich sah deine Augen, ich sah deinen Mund
Ich blickte dir in die Seele, vom Leben ganz wund
Ich seh dich da liegen, meine Gedanken voll Wut
Ich seh dich da liegen und der Schnee ist voll Blut

 

 

Heute ist es wieder passiert.
Doch meine Seele, kein bisschen repariert.
Hab mein Blut wieder gesehen.
Kann und will mich nicht verstehen.
Ich versuche es zu lassen,
aber beginne mich nur noch mehr zu hassen.
Hab meinen Arm schon wieder verbunden,
doch die Sucht nach blut noch immer nicht überwunden.
Möchte es endlich beenden.
Und meine Zeit mit anderen sinnlosen Dingen verschwenden.
Schmerzen sind mein Lebensinhalt,
denn innerlich bin ich kalt.
Ich ignoriere alles andere,
bis ich irgendwann in den Tot wandere.
Schmerzvoll zu Grunde gehen
und ein letztes Mal mein Blut sehen.
In mir beben kranke Gedanken,
wie in andren Menschen, die soweit sanken.
Hab die Hoffnung schon längst verloren
und meine Selbstzerstörung beschworen.
Fühle mich leer,
doch hasse mich dennoch so sehr.
Bin süchtig nach meinem Blut.
Wenn ich es wieder sehe, ist alles für einen kurzen Moment gut.

 

 

Ich habe soviel versucht mit dir zu reden, ich fragte nach der Lösung,

     doch du wolltest sie mir nicht geben, Engel weinen Blut, schreien meinen Namen,

doch so weh es tut, meine Schritte sind schwer wie Tonnen von Stein,

     ich lindere meinen Zorn, meine Frust, bemitleide mein Sein,

in mein Fleisch bohrt sich ein Dorn, ich lecke mein Blut, ist das der Weg aus der Hölle der Wut,

     der Himmel über mir bedeckt sich,

und mein Blut befleckt dich,

      du schreist, ich weine, schreie deinen Namen,

deine vorgefassten Meinungen umgeben mich wie Eisblöcke,

     verzweifelt pflanze ich einen Samen, in das tiefblaue Eis, schürfe meine Finger in eine Eisritze,

rot trifft blau, meine Finger frieren, doch das Eis, das taut,

          oder sind es meine Tränen, die die Ausbuchtungen füllen?

 

 

 

 

 

Sie ist tot. Tot, tot, tot. So lange habe ich darauf gewartet sie endlich sterben zu sehen. Sie, die Gefahr, die Wahnsinnige, die Erlöserin. Sie wird niemanden mehr erlösen. Sie ist tot.
Es wurde Zeit. So lange habe ich auf diesen letzten Schritt hingearbeitet. Ihr Wahnsinn war mir so willkommen. Anfangs war sie noch nicht wirklich verrückt. Sie hatte Angst und ich habe es für mich genutzt.
Eine kleine Stimme in ihrem Kopf. Es war so einfach. Einfacher als meine Schwester vom Thron zu stoßen, viel einfacher. Sie hat der Stimme sofort geglaubt. Dumm war nur, dass man sie zu früh gefunden hatte. Aber so hatte ich mehr Zeit sie leiden zu lassen, die angebliche Retterin.
Als sie eingewiesen wurde, sagte mein Berater man könnte sie vielleicht am Leben lassen, sie stelle keine Gefahr mehr da. Er bereute es, mir solch einen Rat gegeben zu haben, als die Axt seinen Hals durchtrennte.
Sie war zäher als ich dachte, doch nichts hält ewig. Ich habe ihren Widerstand gebrochen, bis sie nicht mehr wusste was wahr ist und was falsch. Ich habe jede Sekunde ihres Schmerzes und ihrer Angst genossen.
Ich habe ihr eine ganz besondere Schwester, eine alte Bekannte, die sie sofort erkannte, zukommen lassen und ganz besondere Tabletten. Es hat sie schreien lassen, weinen und an ihrem Verstand zweifeln lassen.
Diese leise Stimme in ihrem Kopf, die ihr sagte was zu tun war. Sie glaubte es sei ihre, doch sie täuschte sich. Es war meine und sie glaubte mir. Sie glaubte mir alles.
Ihre Flucht war eine Überraschung, doch kein weiteres Besorgnis. Schade um die Tigerkatze, aber in jedem Kampf gibt es Verluste, selbst in Kämpfen wie diesen.
Eigentlich kam mir ihre Flucht gelegen, die einzige Chance sie ganz los zu werden. Selbst mit meiner eingesetzten „Schwester“ konnte ich sie nie loswerden und solange sie lebte war sie eine Gefahr. Eine Gefahr, die beseitigt werden musste bevor sie mich beseitigte.
Sie sah so erbärmlich aus wie sie da lag, auf der Straße, fast nackt und was sie tun musste um ihre Schmerzen los zu bekommen. Ich genoss ihre Qualen, den Ausdruck auf ihrem Gesicht und den unendlichen Schmerz, den er ihr zufügte. Es versetzte mich fast in Erregung sie so hilflos zu sehen. Sie, die Wahnsinnige, die Retterin, die Erlöserin auf die diese kleinen Idioten sich so verzweifelt stützen. Es war amüsant.
In ihrem Delirium nachdem sie die Spritze benutzt hatte fiel sie in die Scherben. Sie rissen ihre Arme auf, ihre zarte Haut, ihre pulsierenden Adern.
Es war köstlich wie ihr weißes Hemd sich langsam rot färbte und ich konnte meine Freunde kaum unterdrücken, wie sie so regungslos dalag und ich die Verbindung zu ihrem Leben verlor, dass immer mehr schwand.
Als sie immer schwächer wurde und als dann die Verbindung riss, machte ich mir nur kurz Gedanken darüber was geschehen sein mochte. Ich konnte es mir bildlich vorstellen, doch ich war etwas enttäuscht, dass ich nicht persönlich hatte sehen können wie der letzte Lebensfunke in ihren Augen für immer erlosch.
Jeder Zweifel den ich über ihren Tod gehabt hatte wurde ausgelöscht als er wieder kam und mir die volle Phiole mit ihrem Blut überreichte. Köstliches, reines rotes Blut. Nur verschmutzt durch ihren Wahnsinn, doch es kitzelte meine Zunge wie eine Fliege während ihres Todeskampfes in einem Fliegennetz. Es war so süß und köstlich und fast noch warm...
Ich sog den letzten Rest ihres erbärmlichen Lebens in mich auf, jeden Tropfen genießend. Tot, tot, tot. Leblos, atemlos, bewegungslos, zeitlos, tot. Verschwunden und vergessen für alle Zeit. Ich lachte bis meine Brust mir zu zerreisen drohte und verschüttete fast die letzten vortrefflich prickelnden Schlucke ihres roten Lebens.
Nur eines fehlt… Fehlt damit alles vollkommen wäre.
Ich schnippe. Ich schnippe und er kommt so schnell es geht. Ich sehe die Furcht in seinen Augen, doch ich habe kein Verlangen es zu genießen. Es ist etwas anderes wonach es mich sehnt.
„Ihr Herz.“
„Ihr Herz, Hoheit?“
„Es verlangt mich danach. Du solltest es bringen. Wo ist es?“
Für einen Moment starrt er mich an. Ich sehe die Furcht wachsen und weiß was das bedeutet. Heißer Zorn kocht in mir auf. Sein Haar raschelt leise als er zurückweicht.
Ich erhebe mich und öffne den Mund um sein Todesurteil zu sprechen, doch ich verharre. Etwas reist mich los. Ein dumpfer Schlag, kaum zu hören, doch er ist da. Leise. Nur einer? Zwei. Drei. Vier. Immer mehr.
„Nein.“ Nicht mehr als ein Zischen doch laut genug, dass er weiter zurückweicht. Ich beachte ihn nicht, beachte nur die Schläge. Ich weiß was sie bedeuten und ich weiß was es heißt sie zu hören. Und ich weiß was die Stille bedeutet, die darauf folgt.
Sie ist wieder da. Sie lebt. Und ich habe sie verloren.
Zitternd lasse ich mich zurück auf das rote Kissen sinken und balle eine vor Wut zitternde Faust. Heißer Zorn überrollt mich wie eine zu hohe Welle und ich presse die Lippen fest aufeinander um nicht vor Rage zu schreien.
Fingernägel schneiden in mein Fleisch und es knirscht in meiner Hand. Ich nehme es nur am Rande wahr, doch ich sehe hinab und sehe mein Blut auf den Boden tropfen.
Ein stumpfes rot. Langsam öffne ich meine Hand und blicke hinein. Ich halte noch immer die Phiole mit ihrem Blut. Ihr Blut und mein Blut. Sie ist zersprungen, zerplatzt in meiner Hand.
Mein Blut und ihr Blut vermischt. Mit einem Zucken lasse ich das zersplitterte Glas zu Boden fallen und starre taub auf meine Hand.
Hundert winzig kleine Risse und Schnitte. Rot, rot, rot. Rot wie der Tod. Alles verschwimmt als ich anfange zu schreien ohne zu wissen ob vor Rage oder Schmerz. Asche zu Asche, Staub zu Staub, Blut zu Blut.
Auf einmal sieht es nicht mehr so köstlich aus. Ich führe langsam meine Finger zum Mund und lecke sie ab. Bitter, sauer, beißend, nicht länger süß und rein. Es ist vergiftet, verdorben, verpestet.
Es ist unrein. Es ist nicht länger nur ihr Blut, nicht länger meines. Es ist unseres. Blut. Das Elixier allen Lebens.
Doch für sie wird das nur den Tod bedeuten. Wegen ihr ist unser Blut vertauscht, unrein und vermischt. Ich habe wegen ihr die Kontrolle verloren.
Nein, das stimmt nicht. Nicht wegen ihr. Wegen ihm. Meine Augen huschen fieberhaft hin und her. Er ist weg. Er hat mich betrogen. Hat mir ihr Blut gebracht und mich davon trinken lassen obwohl sie noch lebt. Sie hat ihn dazu gebracht. Ich spüre es. Ich rieche es und ich schmecke es an dem bitteren Nachgeschmack ihres verdorbenen Saftes. Sie ist daran Schuld, sie hat es geplant, wollte die Kontrolle an sich reisen und hat ihn dazu gebracht mich zu hintergehen. Dafür wird sie büßen.
Nach allem was geschehen ist. Bis jetzt hat sie noch keinen Schmerz gekannt, doch schon bald wird sie darum winseln nur einfachen Schmerz zu empfinden bei den Qualen, die ich ihr zufügen werde.
Sie hatte gerade mit ihr Todesurteil mit ihrem eigenen Blut unterschrieben.

 

 

denn als er kam war ich wehrlos, schwach und unvorbereitet
und so fiel er über mich her gnadenlos, ohne warnung,
und mächtig war er, mächtiger als alles zuvor, und unwissend
über seine wahre natur ließ ich ihn hinein, und er zwang mich knie,
es flossen dünnes blut, rote tränen und teile meiner seele,
und verteilten sich langsam im zimmer.

Nach dieser ersten begegnung folgten viele weitere, manche harmloser,
etliche heftiger als die erste, ich lernte ihn näher kennen, er wurde mir
vertraut, und ich lernte auch sein dunkles gefolge kennen:
dünnes blut und rote Tränen

Bald lernte ich ihn lieben, bald lernte ich ihn hassen, und bald
lernte ich auch ihn zu benutzen, und so freundete ich mich mit ihm an,
denn ich wusste, würde ich mich nicht mit ihm verbünden,
er würde mich vernichten.

und wir wurden sogar erstaunlcih gute freunde, hatten wir doch viel mehr
gemeinsam als ich anfangs dachte, ich war sein werkzeug und er meins,
ich schuf ihm raum und ließ ihn sein, und er ließ mich fühlen

war mir wohlige betäubung und dumpfes vergessen, er überdeckte unüberdeckbares
und mit seiner hilfe bekämpfte ich feuer mit feuer

ich gab ihm was er brauchte, er mir wonach ich mich sehnte, es war ein
elender pakt, böses bündniss, dünnes blut und rote tränen

gemeinsam säten wir neid, zwietracht und hass unter der herde, böswilliges verlangen,
angst, spott und hohn, gewalt, und immer mehr gewalt, wie eine rote wolke zogen wir
über das land und verdarben es, zündeten es an und froren es ein,
blutgetränkte asche, mächtig, unaufhaltsam, böse

erst freundschaften, dann herzen, und zum schluß, fürchte ich, sogar
seelen fielen meiner, von ihm geführten hand zum opfern, zerbrachen,
brannten aus, das war der preis den ich für hilfe zahlen musste,
und ich hasste ihn dafür, ich hasste mich dafür, und je größer dieser hass
wurde, desto größer wurde meine abhängigkeit von ihm, je mehr er mich
vergessen ließ desto mehr entstand das ich vergessen wollte, je mehr er
mich fühlen ließ desto gefühloser wurde ich, je mehr er überdeckte...  es war
so sinnlos...

er wuchs daran, und ich, ich wuchs numal mit ihm, nährte mich von ihm,
liebte und hasste ihn zugleich, denn was sollte ich denn sonst auch tun,
der der ich war, keim des bösen, dunkle Marionette, schwarzer schatten,
neuer Bruder von dünnem blut und roten tränen, Bruder und diener, diener
und Opfer, Opfer und Bruder, alles zugleich und doch nichts von allem

und endlich erkannte ich, und ich fasste mut, mut mich von ihm zu trennen,
den Pakt zu beenden

dünnes blut und rote tränen, meine geliebten Geschwister, ich werde euch verlassen,
werde ohne euch leben und ohne ihn, werde lernen zu fühlen, zu vergessen, zu sein,
und all das ohne ihn, nicht länger will ich sein Sklave sein, nicht länger
ihm gehorchen, und so gebe ich preis, verweigere ihm meinen geist,
und nenne der welt seinen Namen:

sein Name war schmerz

 

 

 

Und wenn alle Lichter ausgehen, bin ich da.

Ihr Blick war auf mich gerichtet und er hielt mich gefangen. Sie sah mich an, so voller Schmerz und Leid, dass die Schuld mich überwältigte. Ich sank auf die Knie.
„rnfsn ...“ Ihre schwache Stimme konnte nicht bis zu hqhe durchdringen, ihr Hilferuf ihn nicht zur Besinnung bringen. Er hob das Schwert hoch über seinen Kopf und sah zu mir hinab. Die Kälte in seinem Blick versetzte mir einen Stich, hilflos streckte ich qergqe flehend die Hände entgegen. Das Kreuz, an das sie gefesselt war, war in diesem Augenblick unerreichbar. All die Macht, die in meinem Namen lag, war am Ende völlig nutzlos. Ich konnte ihren Tod nicht abwenden.
Das Schwert sank hinab, das kalte, unbarmherzige Eisen drang tief in rthate Brust ein, es wühlte und grub, bis es sich einen Weg zu ihrem Herzen gebahnt hatte.

Alles um dich herum stirbt. Kehrst du nun zu mir zurück?

Blut quoll in Schüben aus der Wunde, benetzte das Schwert und lief an wthwth Körper hinab. Es tropfte zu Boden und ich streckte meine Hände danach aus. Fassungslos starrte ich auf sie hinab, sie waren blutverschmiert und schuldbeladen.
Kein Schmerzensschrei war über ihre Lippen gekommen; wortlos verließ sie diese Welt, klagte weder mich, noch tntn an.
Und doch klebte ihr Blut an meinen Händen. Ich war ihr Mörder, denn ich hatte gbssrh nicht davon abgehalten. Wie in Trance hatte ich seinem grausamen Treiben tatenlos zugesehen.
„Die Erde will die Reform.“ Fdbfd sah noch immer auf mich hinab, sein Blick war triumphierend. Verzweifelt vergrub ich das Gesicht in den Händen; die Schuld nahm mir den Atem, der Schmerz machte es unmöglich, einen klaren Gedanken zu fassen. aebb  Blut bedeckte meinen Körper.
Ihr Bruder trat nach ihrem Leichnam.

Welchen Sinn hat es nun noch zu kämpfen? Gib dich mir hin, ich erlöse dich ...

Er sprang leichtfüßig hinab und ließ grhr an ihrem Kreuz hängen, das Schwert ragte noch immer aus ihrem Körper hervor. Er kniete sich vor mich.
„qergi. Du gefällst mir immer noch. Wische ihr schmutziges Blut ab und folge mir. Zusammen führen wir die Erde zu ihrer Wiedergeburt. Lasse dieses Mädchen zurück.“ Mit einer einzigen Handbewegung schnitten die Drahtseile, die rthrt an ihrem Kreuz festhielten, in ihren Körper und rissen ihn in Stücke. Ihr Kopf fiel zu Boden und rollte auf mich zu.
Wie gelähmt griff ich danach. Ich nahm ihn in beide Hände und blickte in die leeren Augen. fnrnrz nahm sein Schwert wieder auf.

Ich mache dich frei.

Er richtete sich auf und hielt mir die Klinge unters Kinn.
„Ich verlange eine Entscheidung. Jetzt.“ Langsam sah ich zu ihm auf. Sein Gesicht war bewegungslos, er drückte das Eisen fester in mein Fleisch. Es schmerzte.
„Wieso, fgnns?“ Meine Stimme war dünn und hoch; es fühlte sich an, als bekäme ich keine Luft mehr. Ich rang um Atem.
„Die Erde will die Reform.“ wiederholte er mit einem kalten Lächeln; mein Leid berührte ihn nicht. „Zu diesem Zweck werde ich alle ausmerzen, die die Erde schänden. Stehst du auf meiner Seite, sgnhrsnjsr? Auf der Seite der Erde?“ Mit der Rechten richtete er unbeirrt das Schwert auf mich und die Linke streckte er nach mir aus. „Wähle deinen Weg, thrtherth.“ Ich erwiderte nichts; Tränen strömten mir über die Wangen und tropften zu Boden. Ich blickte auf, sah in das geliebte Gesicht, in ethth feurige Augen, sah seine Macht, sah seine Stärke; er war der letzte, der mir noch geblieben war.
Ich umklammerte Kotoris Kopf zitternd.
„Dann folge ihr in die Hölle!“ schrie eaheath zornig; erneut hob er das Heilige Schwert über sich.
Ich sah ihn an und begegnete seinem Blick, erbarmungslos funkelnde Augen, die früher einmal von Wärme und Güte erfüllt gewesen waren. Für welche Seite teheath sich auch entschied, es war auch die meinige. Er war der letzte geliebte Mensch, der den Krieg der Drachen überlebt hatte. Nie könnte ich aehee verlassen.
Ich ließ aethaeth Kopf fallen, und er rollte achtlos beiseite. rhwrzwn ließ die Waffe sinken.
Mit der rechten Hand wischte ich mir Blut und Tränen aus dem Gesicht, auf Knien rutschte ich bis zu ihm heran und umschlang seine Hüften. Mein Kopf ruhte auf seinem Bauch.
„Nun sind alle tot ... ich habe nur noch dich. Ich werde tun, was du verlangst.“ Mit jedem Wort gewann meine Stimme an Festigkeit. Ich legte den Kopf in den Nacken und sah zu etjztj auf; er fuhr mir mit der Hand durch die Haare.
„shnsfhnr ...“ Seine Stimme klang sanft und ich fühlte, ich hatte mich richtig entschieden. Seine alte Wärme war zurückgekehrt. wznwzn tote Augen loderten anklagend auf, aber ich sah kein weiteres Mal zu ihr herüber.
Meine Entscheidung war gefallen.

Und der Untergang naht.

 

 

 

Rotes Blut,
welches in den Adern fließt,
Rotes Blut,
  welches das Leben in sich trägt,
Rotes Blut,
    von großer Kostbarkeit,
Rotes Blut,
so warm, so heiß, und doch...


Rotes Blut,
auf grauem Grund,
Rotes Blut,
verloren in der Unendlichkeit,
...vom kalten Eisen berührt,
    Rotes Blut...
mein Schrei unerhört, verhallt in der Ewigkeit...

Kaltes Blut auf grauem Grund,
niemand beachtet dich,
gierig saugt der Boden an dir,
meine warmen Tränen...
ein Tropfen fällt herab...

Schmerz und Leben sich vereinen,
ein reißender Strom entsteht und fließt davon,
Alleine, Trostlos, die Hoffnung verloren,
nur ein Freund war mir treu: der kalte Stahl.

Rotes Blut...
wie vermisse ich dich,
ich schließe meine Augen, Wärme umhüllt mich,
der Atem wird schwer...
als letzte Tropfen entwichen, die Seele ward ausgehaucht
das Leben erloschen
mein rotes kaltes Blut, wie vermisse ich dich...

 

 

Das sehnen beginnt.
Das blut will ich sehn.
Ich höre mich innerlich
Schon leise flehn.
Ich will es tun.
Ersehne es so sehr.
Der schmerz in mir
wird ohne grund
immer mehr.
Die Einsamkeit die mich verschlingt.
Die mir nur dass verderben bringt.
Ich will es sehn.
Es rinnen spürn.
Die wärme des Blutes mit
Den fingern berührn.

 

 

Leer ausgebrannt fühl ich mich.
Weshalb frag ich mich.
Weshalb liebst du mich nicht.
Warum bin ich dir so unwichtig.
Warum kümmerst du dich nicht um mich.
Warum tust du mir so weh.
Kannst du den schmerz in mir nicht sehn.
Siehst du nicht wie meine Augen um liebe flehn.
Wie soll ich dich je verstehn und wie kann man nur sein
Eigen Fleisch und blut so eiskalt ansehn:

 

 

 

Der Mond, rund und weiß,
unschuldig wie die Nacht,
die ihn umgibt,
spiegelt sich auf den Wellen,
ist das einzige Licht.

Das Meer, vom Wind gewellt,
rauscht, umgib mich
mit Salz gespickt die Luft,
schmecke es,höre es, sehe es
versinke in seiner Weite.

Die Welt verschwimmt,umgibt mich
ins in mir, in meiner Seele,
träumend überschreite ich die Grenze,
es fließt mein Blut
im Mondesschein.

 

 

 

Beim Warten auf geruhsamen Schlaf
liege ich da und friere
liege ich da und blute

Beim Warten auf die letzte Erlösung
starr' ich an die Decke
starr' ich in den Spiegel

Beim Warten auf meinen Tod
greif' ich nach der Flasche
greif' ich nach dem Messer

Beim Warten auf den Schmerz
schlaf ich schließlich ängstlich ein
und sterbe bald ein weit'res Mal

Beim Warten auf die Angst
zähl' ich die Sekunden
zähl' ich meine Wunden

Beim Leiden, ach beim Leiden
spür' ich, dass ich weiterlebe
spür' ich, dass es niemals endet

Bin zum sterben viel zu müde...

Bin zu müde um zu sterben...

Bin zu tot um noch zu schlafen...

 

 

Ich halte den Schaft des Messers in meiner Hand, die Klinge gleitet sanft und langsam durch meine weiche Haut. Dieses gottverdammte Leben das ich habe - ich möchte es mir aus meinem Körper schneiden. Immer wieder ziehen sich Bahnen der Klinge durch meine Arme, mein Blut tropft aus tausend kleinen Wunden die wie Feuer brennen.

Meine Seele reinigt sich. Jeder Tropfen des Lebenssaftes ist Befreiung für meinen geschundenen Geist. Meine Pulsadern arbeiten so stark, wie noch nie zuvor. Ich verblute. Meine Gedanken leeren sich langsam, der Schmerz ist nicht mehr existent in meinem Haupte. Die Sucht, immer wieder zuzustechen, lässt mich nicht los, mein Körper ist übersät von Wundmalen - ich verblute.

Ich liege alleine im Zimmer, warte auf dich - doch du wirst nicht kommen, mir zu helfen. Ich werde sterben...

 

 

Mit der Klinge fahr ich langsam
Meinen Unterarm hinauf,
Dann ein Schnitt klein und flach
Und die Welt blüht auf

Schmerz schaerft alle meine Sinne,
Jede Faser ist gestimmt
Und ich hoer den Koerper singen,
Wenn der Schmerz die Last mir nimmt

Tiefer, noch ein bisschen tiefer
Schneid ich in den weißen Arm
Aus der Wunde sickert lautlos
Dunkles Blut und mir wird warm

Das Blut so rot
Das Blut so rein
Die Zeit heilt meine Wunden nicht
Mein Blut zu sehn ist wunderschoen
Mein Blut zu sehen troestet mich

Glueck durchstroemt den ganzen Koerper
Schmerz treibt jeden Schmerz heraus
Um auf diese Art zu fuehlen
Nehm ich all das Leid in Kauf

Das Blut so rot
Das Blut so rein
Die Zeit heilt meine Wunden nicht
Mein Blut zu sehn ist wunderschoen
Mein Blut zu sehen troestet mich

Ich verletze nur die Huelle
Alles was darunter liegt
Hab ich so tief eingeschlossen,
Dass es sich mir selbst entzieht
(Das Blut so rot, das Blut so rein)

Das Blut so rot
Das Blut so rein
Die Zeit heilt meine Wunden nicht
Mein Blut zu sehn ist wunderschoen
Mein Blut zu sehen troestet mich

 

 

Seine Hände taten weh. Aber es war ihm egal. Alles war egal.
Er hatte so lange auf den Türrahmen ein gedroschen bis ihm die Tränen endgültig die Sicht nahmen. Dann, das Gesicht in den Händen vergraben, sank er in die Knie. Er war am Ende.
Er dachte wieder darüber nach was seine Mutter zu ihm gesagt hatte.
„Er ist mir egal wo du bleibst!“, hatte sie gesagt. Er konnte ihr Ignoranz und Inakzeptanz gegenüber seinen Gefühlen und seinem Denken einfach nicht verstehen.
Warum ich? Warum habe ich solche Eltern?
Wut übermannte ihn. Er drosch wieder gegen den Türrahmen. So fest er konnte.
Als wieder der stechende Schmerz eintrat lies er ab.
Er zitterte seine Fingerknöchel waren rot und geschwollen.
Er verharrte noch einige Minuten in dieser Position, starrte ins nichts.
Dann stand er auf rückte seine Hose und sein T-Shirt zurecht und warf sich auf sein Sofa. Bei der Suche nach der Fernbedienung warf er rücksichtslos ein paar Blätter und irgend eine Zeitschrift zur Seite.
Er schaltete ein und zappte lustlos durch die Sender.
Plötzlich hielt er inne und starte auf den Bildschirm.
Ein junges Pärchen sah sich tief in die Augen und küsste sich leidenschaftlich.
Tiefer Schmerz legte sich wie ein schwarzes Tuch auf seine Seele.
Die Person die er liebte, lebte 200 Kilometer entfernt.
Er stellte sich ihre wundervollen Züge vor. Ihr Lächeln, ihre strahlend grünen Augen.
Der Schmerz fraß sich tiefer in seine Seele.
Das Aufschlagen der Fernbedienung auf dem kalten Parkettboden brachte ihn zurück in die Realität.
Sie musste ihm aus der Hand gerutscht sein.
Mittlerweile hatte die Werbepause begonnen. Man sah fröhliche Menschen die Orangensaft anpriesen und Hautcreme vorstellten.
Nachdem er den Fernseher ausgeschaltet hatte warf er die Fernbedienung neben sich und stand auf.
Summend startete sein Computer und ein blaues Lichtchen leuchtete auf.
Als der PC hochgefahren war , bekam er gleich drei Nachrichten. Er wurde nach seinem Befinden gefragt. Er wusste ,dass keine der Personen die so freundlich nachfragten es wirklich interessierte wie es ihm ging.
Er antwortet genauso ehrlich wie gefragt wurde.
„Gut.“
Verzweifelt suchte er seine Kontaktliste ab und hoffte so sehr dem Namen zu finden den er so liebte.
Dass seine Freundin nicht da war versetzte seine geschundenen Seele noch einen Stich. Ein Stich mit einem langen rostigen Dolch.
Hintern ihm schwang die Tür auf. Er zuckte zusammen.
„Mach endlich dieses Ding aus!“, hörte er die aufgebrachte Stimme seine Mutter hinter seinem Rücken. Diese verhasste Stimme die Schmerz und Leid verhieß.
„Du hast nur noch den Computer im Kopf!“
Er wollte widersprechen doch seine Mutter fiel ihm ins Wort.
„Es ist mir egal!“, herrschte sie ihn an.
Nachdem ihm Sie ihm dann noch einmal lang und breit erklärte wie faul und nichtsnutzig er sei, verließ sie das Zimmer.
Er hatte nicht mehr versucht etwas zu erwidern.
Auch wenn sie ihm zuhören würde, würde sie nicht verstehen ,dass er wegen seiner Liebe am Computer saß.
Warum konnte seine Mutter nicht aus seinem Leben verschwinden? Warum konnte nicht alles gut werden und er in einer glücklichen Familie leben?
Er klappte sein Messer auf....

 

Faulendes Fleisch,
auf ewig verdammt sich zu aalen im Flusse ihrer Sünde,
findet ihren Weg in einer Welt,
die uns lehrt das Reale zu verdrängen
mit einem leeren Blick der auf dem Untergang lastet..
Unsichtbar das Blut auf den Gesichtern..
und kalt zugleich in den Adern.
Was heut die Hölle sei morgen der Himmel..
Denn was euch die Zeit ist uns der Wahnsinn.

 

»Am Tag, an dem du vor mir flohst
blieb mir nur dein Hass zum Trost
und alles was ich je gespürt
hat mein Herz zu dir geführt.
Im Regen soll ich vor dir steh'n
lass mich sprechen, du darfst nicht geh'n!
Solang' mich die Flut zum Sklaven erklärt
solang dein Blut das meine nährt -
meine Flügel werden deine sein!
Das Leben mir das Leiden lehrt,
ich bin zu blind, sei mein Gefährt'!«

So sprach sie leise in sein Ohr –
das Messer in der Hand sie hält
der Schnitt bringt den Kristall hervor.
Das Herz ihr aus dem Körper fällt
und in seiner Brust nun weiterschlägt.

Auch wenn sie beide ruhen soll’n,
es ist nicht das, was sie woll’n.
Der Tod ihnen das Leben nahm,
das Ende viel zu schmerzhaft kam;
das Licht gehört nur ihnen.

»Ein letztes Mal nun sei nur mein,
ich verspreche dir: ich lass' dich nicht allein!
Mein Herz in deiner Brust, es schlägt!
Und pumpt die Tränen, die es hegt –
vor so langer Zeit sie war’n geweint
fließen in uns auf Ewigkeit.
Doch wenn der Himmel uns verstößt
so lass uns fallen, fliegen in das Feuer!
Zusammen wie der Wind zu rennen
und zerrissen in der Hölle brennen!
«

 

 

 

 

 

 

Hassbrief an Phillie